Skurugata

Skurugata. Foto: Bernt Andersson

 Liegt in der Räuberhöhle von Tjuva-Jösse ein Gewehr versteckt? Halten sich Trolls und gespenstige Wesen hinterm Felsen geborgen? Der Aufstieg durch die 800 Meter Skurugata ist eine spannende Tour, die festes Schuwerk erfordert. Die Natur ist hier genauso aufregend, wie die alten Sagen, nur eben entschieden glaubhafter. Oberhalb der Schlucht liegt der Aussichtspunkt Skuruhatt mit einem tollen Panoramablick über die Gegend. ”Hatten” ist mit seinem 337 m. ü. M einer der höchsten Punkte Smålands.

Die Skurugata ist häufig als das klassische Naturdenkmal von Småland bezeichnet worden und besteht aus einer rund 800 m langen Felsschlucht. Ihre Breite liegt zwischen 7 und 24 Metern. An einigen Stellen fühlt man sich sehr klein angesichts der 35 Meter hohen Steilwände über dem Kopf. Die Entstehung der Schlucht ist nicht ganz geklärt. Wahrscheinlich wurde sie auserodiert als das Inlandeis zu schmelzen begann, doch auch Rissbildung und Grabenbruch wären eine Möglichkeit.

Bevor man in die Schlucht Skurugata hinabsteigt, sollte man sich Zeit nehmen für den Aussichtspunkt Skuruhatt. Der ”Hatt” (Hut) ist einer der höchsten Punkte Smålands mit 337 m ü. M. und bietet eine hinreißende Aussicht über die Gemeinde. Hier wurde ein Gedenkstein für Albert Engström errichtet. Albert spielte als Kind oft in der Skurugata und für ihn waren Skurugata und Skuruhatt mit Umgebung Inbegriffe Smålands.
Die Gesteinsart in der Skurugata ist ein hübscher grau- und schokoladenbrauner Porphyr, der auch leicht rötlich schimmern kann. Die Grundmasse ist grobkörnig und reich an Streukorn aus Quarz und ziegelrotem Feldspatkorn. Charakteristisch für die Flora sind verschiedene Moosarten, wobei hier auch Arten vorkommen, die sonst nur in Gebirgsgegenden wachsen. Dass sie sich hier wohl fühlen, liegt an dem speziellen Klima unten in der Schlucht und oben auf dem Aussichtspunkt. Es ist schon vorgekommen, dass der Schnee in den tiefsten Partien bis zum Mittsommerfest gelegen hat.
liegt die Skuruquelle, wo man seinen Durst mit kristallklarem Wasser löschen kann.

Einst hausten Trolle und Räuber in der Schlucht, doch nachdem die Grenadiere von Småland eines Tages dort mit wehenden Fahnen und klingendem Spiel durchgezogen sind, hat sich kein Spuk mehr blicken lassen. Die Geschichten leben aber weiter und es heißt, dass irgendwo in der Schlucht ein Gewehr versteckt sein soll. Dieses Gewehr gehörte einem schlauen Dieb namens Tjuva Jösse, der die Höfe unsicher machte. Wer dieses Gewehr einmal finden sollte, wird ab dann sehr erfolgreich durchs Leben kommen.

Vom Skuruhatt aus dauert es ca. eine Stunde um zu Fuß durch die Schlucht und wieder zurück zum Parkplatz zu gelangen. Weil es aber auf der Wanderung so viel zu sehen gibt, sollte man sich genügend Zeit für den Besuch nehmen. Für die Wanderung durch die Schlucht sind Stiefel oder grobes Schuhwerk zu empfehlen. Steine, Felsblöcke, umgestürzte Bäume und andere Hindernisse erfordern strapazierfähige Kleidung. Am Parkplatz stehen Tische und Bänke für ein Picknick bereit. Auch eine Trockentoilette finden Sie hier.

Visit Småland
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